KLINGA press — Ein Verlag, der wie ein Kunstobjekt wirkt.
Ein moderner Web-Auftritt für einen Buch- und E-Book-Verlag: warm, redaktionell und trotzdem tech-nah. Klare Glasflächen, farbige Glow-Effekte und schwebende 3D-Buchcover bilden eine eigene „Liquid Glass"-Ästhetik, in der die Titel selbst die Hauptrolle spielen.
Kontext
Ein Verlag braucht mehr als einen Shop
KLINGA press ist ein unabhängiger Verlag mit gedruckten Büchern, digitalen Titeln, Geschenkideen und mehreren Imprints. Vor dem Launch war das alles verstreut — es fehlte ein gemeinsames Zuhause, das die Marke sichtbar macht und Leser:innen einlädt, sich umzusehen.
Die Website soll sich nicht wie ein Shop anfühlen, sondern wie ein Ort, an dem man Bücher entdeckt.
Ausgangspunkt war deshalb keine Katalog-Logik, sondern eine redaktionelle Bühne für die Titel: das Cover als Held, die Marke als ruhiger Rahmen, jede Seite mit klarem Fokus.
Design-Sprache
Liquid Glass — warm, kuratiert
Weiche Glow-Verläufe in Türkis, Rot und Warmgelb, dazu Glaskarten mit feiner Transluzenz. Die Covers schweben leicht, mit sanften Schatten und einem Hauch 3D — inspiriert von High-End-Tech-Design, aber mit dem Ton eines Literaturmagazins. Oben rechts erlaubt ein Switch den Wechsel zwischen Dark- und Light-Mode, damit sich Leser:innen die Umgebung nach Belieben wählen können.


Cover zuerst
Die Cover sind visuelle Anker jeder Seite; alles andere ordnet sich unter.
Warme Dunkelheit / Helligkeit
Einfacher Grundton mit farbigen Glows statt kühler Tech-Optik.
Liquid Glass
Transluzente Karten und feine Ränder — ohne dass es zur Spielerei wird.
Mehrsprachig by default
DE, EN und SK gleichberechtigt; keine „übersetzte" Zweitversion.
Ein zentrales Komponentensystem (Glas-Karten, Buttons, Nav-Bar, Sprachwahl, Cover-Frames) sorgt dafür, dass jede neue Seite denselben Klang hat. Animationen sind bewusst zurückhaltend: Fokus auf das Cover, nicht auf die Bewegung.
Struktur
Katalog, Autor:innen, Imprints, Geschenke
Alle Titel des Verlags mussten in einer einzigen Navigation Platz finden, ohne dass die Seite überladen wirkt. Die Bereiche folgen der inneren Logik des Verlags — nicht der eines E-Commerce-Shops.
Mehrsprachigkeit (DE / EN / SK) und ein Hell-/Dunkel-Modus wurden von Anfang an mitgedacht, damit Marketing und Handel dieselben Bausteine international nutzen können.
Book-Preview
Umblättern wie in einem Buch
Sobald die Maus über das Cover schwebt, erscheint ein „Preview"-Button. Ein Klick öffnet eine ruhige Vollbild-Leseprobe: linke und rechte Pfeile, ein Fortschritts-Indikator und Seiten, die sich wie in einem echten Buch umblättern lassen — von der Titelseite über den ersten Satz bis zur Rückseite mit ISBN und Impressum.
Hover über das Cover — der „Preview"-Button erscheint direkt auf dem Buch.
Seite 1 — die Vollbild-Leseprobe öffnet mit dem Cover in Großformat.
Seite 2 — Innentitel mit Untertitel und Autor:innen-Nennung.
Seite 3 — der erste Absatz, gesetzt wie eine echte Buchseite mit Initialbuchstaben.
Seite 13 — Rückseite mit Titel, Verlag, Seitenzahl und ISBN.
SCHLÜSSEL-DETAIL
Leere Karte ist kein Zufall
Am Ende der Autor:innen-Übersicht steht bewusst eine leere „Your Name"-Karte, die Autor:innen, Illustrator:innen und Übersetzer:innen direkt anspricht — mit dem sichtbaren Versprechen, selbst hier auftauchen zu können. Der Link führt nicht auf ein mailto:, sondern auf das Kontaktformular auf der Seite: Nachricht schreiben und absenden, ohne den Mail-Client zu öffnen oder die Website zu verlassen.
Reflexion
Was ich mitgenommen habe
- GelerntEin Verlag lebt nicht vom Katalog, sondern vom Gefühl fürs Buch. Sobald der Shop-Reflex („Grid, Preis, Warenkorb") die erste Geige spielt, verliert die Seite ihre redaktionelle Stimme — die eigentliche Marke.
- BestätigtWeniger Chrome, mehr Buch. Die zurückhaltende „Liquid Glass"-Sprache trägt das komplette Sortiment vom Kinderbuch bis zur literarischen Fiktion, ohne dass ein einziges Cover in einem generischen Layout untergeht. Ruhe ist hier eine Design-Entscheidung, kein Verzicht.
- TransferierbarDas Muster „Cover als Held + Glas als Rahmen + Interaktion nur dort, wo sie erzählt" funktioniert weit über einen Verlag hinaus — überall, wo ein einzelnes Produkt (Album, Ausstellung, Editions-Objekt) eine redaktionelle Bühne verdient statt eines Rasters.
- OffenWo endet Kuratierung und wo beginnt Skalierbarkeit? Ein saubereres Übergabe-Modell an ein reales CMS und die Anbindung an Plattformen wie Shopify (erfolgreich getestet) sind der nächste Schritt — die Frage ist, wie viel „Handarbeit pro Titel" die Marke dabei behalten will.